Auf der Suche nach einem Top Tipp für wirkungsvolles Präsentieren werden Sie auf Storytelling stoßen. Aktuell gibt es kaum einen Blog oder Expertentipp, in dem nicht auf diese erfolgsversprechende Methode hingewiesen wird. Und klar, Menschen lieben es, Geschichten zu lauschen. Geschichten wecken Emotionen und setzen sich im Gedächtnis fest. Es wird Ihnen nicht schwerfallen, das durch eigene Erinnerungen zu belegen.

Was allerdings schwerfällt, mir jedenfalls, ist die konkrete Umsetzung dieser Methode. Mit den Verweisen auf Lagerfeuer und Heldengeschichten ist mir nicht geholfen. Auch mit den häufig genannten Beispielen für Storytelling habe ich so meine Mühe. Die Kampagnen von Apple, Nike, Telekom oder Red Bull mögen Wirkungen zeigen, allerdings hat das alles wenig mit meinen Themen zu tun. Von den millionenschweren Budgets einmal ganz zu schweigen.

Storyline statt Storytelling

Tipp PUNKTGENAU

Wie eine Geschichte, hat die Storyline einen roten Faden. Entlang dieses roten Fadens machen Sie es Ihren Zuhörer leicht, Ihrer Präsentation zu folgen. Hilfreich sind etwa die klassischen 3-Schritte: Gestern/ Heute/ Morgen; Tatsachen/ Ursachen/ Maßnahmen; Ist / Soll/ Lösung oder Frage/ Antwort/ Begründung. Wichtig ist, dass Sie die einzelnen Schritte durch Überleitungen kennzeichnen. Auf der Tonspur: „Zunächst: Wie stellt sich die aktuelle Situation (I) aus Sicht unserer Kunden dar? Im Anschluss werde ich auf die vorhandenen Kundenerwartungen (S) eingehen, um Ihnen dann zum Schluss zu zeigen, wie unsere Strategie (L) für die kommende Saison aussehen wird.“

Gegen den Trend

Sicherlich gibt es für Sie gute Möglichkeiten, eine Story zum Fachthema zu erzählen. Am einfachsten geschieht dies durch die Schilderung eigener Erlebnisse und Erfahrungen. Gerade für den Einstieg in eine Präsentation sind persönliche Geschichten gute Abholer Auch können Sie Stories bringen, um die Richtigkeit Ihre Argumente oder die Glaubwürdigkeit einer Aussage zu belegen.

Aber darüber hinaus? Die Gefahr besteht, dass Sie zu viel von sich selbst reden und dabei Ihre Zuhörer aus den Augen verlieren. Außerdem bringt es nichts, Stories zu konstruieren, nur weil sie aktuell im Trend sind. Gewollt ist noch lange nicht gekonnt.

Die Storyline ist nachvollziehbar

Hier bietet sich die Storyline an. Eine Storyline steht für eine gut nachvollziehbare Struktur. Eine Struktur, die so einfach aufgebaut ist wie eine Story. Allerdings braucht sie keinen Helden. Denn das Entscheidende sind die verwendeten Strukturelemente, denen die Zuhörer ohne Mühe folgen können.

In diesem Sinne zeigen sich 3-Schritt-Strukturen äußerst wirkungsvoll. Der 3-Schritt gilt als besonders zuhörerfreundlich. Von hohem Nutzen sind die folgenden Storylines:

1. Gestern – Heute – Morgen
Diese Storyline entspricht einer zeitlich geordneten Reihenfolge. Jedem Zuhörer ist diese chronologische Struktur vertraut. Gemeinsam mit Ihren Zuhörern schauen Sie Ihr Thema aus drei Perspektiven an: 1. Sie blicken zurück, 2. Sie blicken auf die aktuelle Situation und 3. Sie blicken nach vorne.

2. Tatsachen – Ursachen – Maßnahmen
Die kausale Struktur ist besonders für problemlösende Ansätze geeignet. Im ersten Schritt beschr