Sie wollen auf der Höhe der Zeit präsentieren? Und damit voll im Trend liegen? Dann sollten Sie PowerPoint ablehnen, in Bausch und Bogen. So wie es im Moment gerade angesagt ist.

Begonnen hat dieser Trend – wie so häufig – in den USA. Bereits vor Jahren hatte das Buch „Death by PowerPoint“ dazu geführt, die gängige Praxis der Präsentationen zu kritisieren. Und das wohl zu Recht: ...Präsentationen auf ‚Grundschulniveau‘ mit zu vielen Folien, verspielten Effekten und albernen Cliparts, klagte damals die Autorin Cherie Kerr.

Inzwischen ist die Software selbst in den Mittelpunkt der Kritik geraten. Das Hauptargument: Zuviel Ablenkung. Der Mix aus Bild und Text behindere die Informationsaufnahme im Gehirn der Zuhörer. PowerPoint „verdumme“ Referenten und Publikum gleichermaßen. (https://www.spiegel.de/netzwelt/tech/im-powerpoint-nirvana-beamer-an-hirn-aus-a-630918.html)

Werkzeug bleibt Werkzeug

PowerPoint verbannen, ab heute nur noch mit Flipchart oder Whiteboard präsentieren? Was für ein Missverständnis! Als ob Werkzeuge einfach austauschbar wären!

PowerPoint hat definitiv Schwächen, so wie jedes Werkzeug. Nur - kämen Sie auf die Idee, die Verantwortung für einen schlecht formulierten Brief auf das Textverarbeitungsprogramm zu schieben?

Ein visuelles Hilfsmittel ist in dem Maße wirkungsvoll, wie es Ihnen gelingt, das Optimum aus dem Medium herauszuholen. Grundsätzlich setzen alle Werkzeuge den sachkundigen Einsatz und Handhabung durch ihre Anwender voraus. Für Sie als Präsentierenden bedeutet das, die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Mediums zu kennen.

PowerPoint ist stark!

Die Stärken des Mediums PowerPoint können Sie nutzen:

  • Präsentationen auf großer Leinwand sind die Domäne von PowerPoint. Die Qualität der Darstellungen von Folien ist beeindruckend.
  • Die Visualisierung funktioniert, wenn Sie Ihre Informationen auf Kernaussagen reduzieren, Schaubilder, Grafiken, Fotos und Videos zeigen. Ganz großes Kino!
  • Die Werkzeuge zum Erstellen von Tabellen, Diagrammen und Bildbearbeitung sind leicht handhabbar. Aktualisierungen sind auch im letzten Moment noch möglich.
  • Die Folien lassen sich einfach in PDF-Dateien umwandeln. Handouts oder Schulungsunterlagen im Handumdrehen drucken.
  • PowerPoint ist multimediafähig. Neben der Offlineanwendung können Sie z.B. über Office Online im Netz präsentieren, auch für SlideShare geeignet.
Tipp PUNKTGENAU
Bevor Sie über das passende Werkzeug nachdenken, geht es um seine Zwecke. Formulieren Sie klar, was Sie mit der Präsentation erreichen wollen. Machen Sie sich auch bewusst, was die Erwartungen Ihrer Zuhörer sind und in welchem Umfeld Sie präsentieren werden. Erst dann geht es um die Wahl des jeweils stärksten Mediums. Dabei sollten Sie nicht vergessen: Sie selbst sind das wichtigste Medium!