Die Art, wie wir kommunizieren, hat sich spürbar verändert.
Homeoffice, Videokonferenzen und Onlinemeetings sind längst fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Präsentationen finden immer häufiger digital statt.
Für viele bedeutet das: plötzlich online präsentieren.
Aber lässt sich einfach der Schalter umlegen?
Onlinepräsentationen ersetzen den persönlichen Kontakt nicht. Müssen sie auch nicht. Jedes Setting hat seine eigenen Möglichkeiten und Einschränkungen. - Haben Sie schon einmal vor mehr als 100 Personen gesprochen? Persönlicher Kontakt? Eben.
In Onlinepräsentationen nehmen die organisatorischen und technischen Bedingungen größeren Einfluss auf die Vermittlung. An erster Stelle sind hier die unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten sowie die Zuverlässigkeit der Technik zu nennen. Sie bestimmen im Höchstmaß die Wirkung einer Präsentation. Nicht nur für Ihre Zuhörer, sondern auch für Sie als Präsentierende.
Live hört sich das so an: „…Sehen Sie schon `was? Irgendwie scheint die Verbindung heute schlecht zu sein…“. Oder: „Kinder! …Könnt ihr mal den Hund hier abholen?!“ Mit anderen Worten, Onlinepräsentationen sind äußerst störanfällig.
Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung – sowohl technisch als auch dramaturgisch.
Technische Vorbereitung
A. Lernen Sie die Software kennen
Skype, Zoom, Microsoft Teams – die gängigsten Softwaretools bieten immer neue Finessen. Versäumen Sie nicht, sich mit den Bedienfunktionen jeweils vertraut zu machen. Nichts ist peinlicher als zum Einstieg den Bildschirm nicht teilen zu können.
B. Sorgen Sie für eine stabile Verbindung
Schlechte Bild- und Tonqualität liegt oft an einem schwachen WLAN-Signal. Testen Sie Ihre Verbindung vorab. Wenn möglich, nutzen Sie ein LAN-Kabel. Und denken Sie an eine Backup-Lösung, etwa einen mobilen Hotspot.
C. Der Visueller Check ist Pflicht
Ihre Kameraeinstellung entscheidet über den ersten Eindruck. Positionieren Sie sich auf Augenhöhe und prüfen Sie Ihr Bild vorab in der Vorschau. So wirken Sie präsent und professionell.
Dramaturgische Vorbereitung
D. Setzen sie auf visuelle Reize
Gerade online gilt: Aufmerksamkeit ist begrenzt. Arbeiten Sie mit starken Bildern, klaren Grafiken und wenig Text. Die bekannte Formel Weniger Text – mehr Bilder gilt hier ganz besonders. Der Mensch ist und bleibt ein Augen-Lebewesen.
E. Geben Sie Orientierung durch Struktur
Starten Sie mit einer klaren Agenda, die den Nutzen für Ihre Zuhörer sichtbar macht. Greifen Sie diese Struktur im Verlauf immer wieder auf:
„Damit ist Punkt eins abgeschlossen – als Nächstes schauen wir auf …“
So behalten Ihre Zuhörer den roten Faden.
F. Nutzen Sie gezielte Zusammenfassungen
Wiederholungen sind kein Makel, sondern ein Vorteil. Kurze Zusammenfassungen helfen, den Fokus zu halten und Inhalte besser zu verankern. Das stärkt Ihre Botschaften und sorgt für Klarheit.
Ob online oder vor Ort: Beide Formate haben ihre Berechtigung.
Entscheidend ist, dass Sie die jeweiligen Möglichkeiten bewusst nutzen.
Onlinepräsentationen funktionieren im Kern genauso wie Präsenzsituationen – mit einem Unterschied: Die Ablenkung ist größer, die Aufmerksamkeit fragiler.
Machen Sie es Ihren Zuhörern leicht, dranzubleiben.
Sorgen Sie für einen stabilen technischen Rahmen – und bieten Sie inhaltlich mehr: mehr Visualisierung, mehr Struktur, mehr Klarheit.
Dann wird aus einer digitalen Präsentation ein echtes Erlebnis.