Weniger ist mehr.
Sie kennen dieses Motto. Schon Architekten und Designer des frühen 20. Jahrhunderts haben es zur Maxime erhoben. Und auch im heutigen Präsentationsalltag – gerade im PowerPoint-Zeitalter – ist dieser Grundsatz aktueller denn je.

Doch gilt „Weniger ist mehr“ auch für Onlinepräsentationen?
Die Antwort lautet: ja – und nein.

Zunächst einmal bleibt es dabei: Reduzieren Sie die Menge an Informationen.
Eine gute Präsentation bringt Inhalte auf den Punkt, statt die Zuhörer zu überfordern. Oder anders gesagt: Lieber drei Nägel richtig einschlagen als sechs nur halb.

Ein wichtiger Gradmesser ist dabei die Anzahl und Gestaltung Ihrer Folien.
Viele Folien deuten oft auf ein umfangreiches Thema hin – und erhöhen das Risiko, Ihr Publikum zu überfordern. Noch kritischer wird es, wenn einzelne Folien textlastig oder visuell überladen sind.

Was ist online anders?

In der digitalen Präsentation verschieben sich die Gewichte.

Sie selbst erscheinen – je nach Tool – nur klein im Bild oder sind gar nicht sichtbar. Ihre Körpersprache wirkt reduziert, Ihre Stimme ist von der Übertragungsqualität abhängig.

Ihre Folien hingegen sind groß, präsent und dauerhaft im Fokus.
Sie ziehen die gesamte Aufmerksamkeit auf sich.

Mit anderen Worten: Online stehen nicht Sie im Vordergrund – sondern Ihre Folien.

Es sei denn, Sie nutzen genau das bewusst.

Folien als Hingucker

Jeder Folienwechsel kann zum Aufmerksamkeitsmoment werden.
Vorausgesetzt, es gibt wirklich etwas zu sehen: großformatige Bilder, klare Grafiken, starke visuelle Impulse.

Auch dynamisch aufgebaute Inhalte können die Aufmerksamkeit über längere Zeit halten. Wichtig dabei: Nutzen Sie Animationen gezielt für Inhalte – nicht für aufwendige Folienübergänge. Letztere lenken eher ab, als dass sie unterstützen.

Drei Prinzipien für wirkungsvolle Online-Folien

1. Eine Folie – eine Kernaussage
Ihre Zuhörer lesen schneller, als Sie sprechen. Wenn mehrere Punkte auf einer Folie stehen, sind sie gedanklich schon weiter, während Sie noch erklären.
Konsequenz: Reduzieren Sie jede Folie auf eine klare Aussage.

2. Titel als Schlagzeile
Was bringt Sie dazu, einen Artikel zu lesen? Die Überschrift.
Nutzen Sie deshalb keine Stichworte, sondern aussagekräftige Titel, die den Inhalt der Folie auf den Punkt bringen.

3. Kleine Info-Häppchen
Servieren Sie Ihre Inhalte in gut verdaubaren Portionen.
Machen Sie im Zweifel lieber zwei Folien aus einer. Ja, das bedeutet: mehr Folien insgesamt. Aber genau das unterstützt den Rhythmus und die Aufmerksamkeit.

Vergessen Sie daher die klassische Regel „eine Folie pro Minute“.
Online gelten andere Dramaturgien.

 

Weniger ist mehr. Sie kennen das Motto. Ein Motto, das von Architekten und Designern des frühen 20.Jahrhundert zur Maxime erhoben wurde. Und heute im PowerPoint-Zeitalter scheint dieser Grundsatz in gleicher Weise aktuell und zweckmäßig zu sein.

Weniger ist mehr. Gilt das auch für Onlinepräsentationen? Ja und nein. Eine Besonderheit für Bildschirmpräsentationen möchte ich an dieser Stelle ansprechen.

Zunächst: Sie kennen die Notwendigkeit, die Menge an Informationen möglichst gering zu halten. Ihre Präsentation sollte inhaltlich klar auf den Punkt kommen, anstatt die Zuhörer zu überfordern. Lieber 3 Nägel richtig einschlagen als 6 nur halb. Weniger ist tatsächlich mehr.

Als Gradmesser für die Menge an Informationen ist immer auch die Anzahl der Folien anzusehen. Je mehr Folien, desto umfangreicher das Themengebiet. Damit steigt für Sie als Präsentierende das Risiko, Ihre Zuhörer zu überfordern. Noch größer wird die Gefahr, wenn die einzelnen Folien textlastig oder gestalterisch überladen sind.

Was ist bei Onlinepräsentationen anders?

In der Onlinesituation werden Sie mit Ihrer Präsentation anders wahrgenommen. Ihre Zuhörer sehen Sie, je nach Programm und Einstellung, in Passbildgröße – oder auch gar nicht. Dies führt zu einer starken Reduzierung Ihrer persönlichen Wirkungsmittel: Ihre Körpersprache findet „im Kleinen“ statt. Stimme und sprachlichen Wirkungsmittel sind durch die Qualität der Übertragung beeinträchtigt.

Demgegenüber sind Ihre Folien groß auf dem Bildschirm zu sehen. Sie bilden den Vordergrund ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich. Das ist der Unterschied zu einer Präsentation in Präsenz: Die Folien stehlen Ihnen die Show. Es sei denn…

Folien als Hingucker
Jeder Folienwechsel am Bildschirm kann zu einem Hingucker werden. Besonders dann, wenn es etwas zu sehen gibt wie z.B. großflächige Fotos, farbige Grafiken oder Abbildungen. Dynamisch aufgebaute Folien können die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer auch über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten. Doch Vorsicht: Dies bezieht sich auf die Animation der Bildelemente, nicht auf die Folienübergänge. Aufwendige Folienwechsel lenken eher ab.

Hier 3 weitere Anhaltspunkte, um Ihre Folien noch online-tauglicher zu gestalten:

1. Jede Folie eine Kernaussage – Ihre Zuhörer können schneller lesen, als Sie sprechen können. Wenn Sie auf einer Folie mehrere Punkte aufgelistet haben, sprechen Sie noch über den ersten, während Ihre Zuhörer die anderen schon lesen und nicht mehr zuhören. Daher sollte jede Folie nur eine Kernaussage enthalten.

2. Titel als Schlagzeile – Was bringt Sie dazu, einen Artikel in der Zeitschrift zu lesen? Es ist die Schlagzeile und nicht ein Schlagwort. Arbeiten Sie deshalb mit Aussagetitel, die den Inhalt der Folie auf den Punkt bringen.

3. Kleine Info-Häppchen Die Inhalte Ihrer Präsentation sollten in „kleinen, gut verdaubaren Häppchen serviert werden". Lieber aus einer Folie zwei machen. Sie ahnen es schon: Weniger Infos pro Folie = höhere Anzahl an Folien. Für Onlinepräsentationen sollten Sie daher die Regel eine Folie pro Minute vergessen.

Tipp PUNKTGENAU

In Onlinepräsentationen haben Ihre Folien eine deutlich größere Wirkung. Nutzen Sie das gezielt.

Sorgen Sie für visuelle Anker: Bilder, Farben, klare Gestaltung.
Verzichten Sie auf lange Lesetexte – sie ermüden und lenken ab.

Und teilen Sie Ihre Inhalte in kleine Einheiten.
Häufige Folienwechsel schaffen Dynamik – und entsprechen genau den heutigen Sehgewohnheiten.

Weniger Inhalt pro Folie bedeutet am Ende: mehr Wirkung insgesamt.