Wer verläuft sich schon gerne? Auf unbekanntem Gelände folgen Ihnen Ihre Zuhörer deutlich leichter, wenn sie Orientierung haben – wenn sie wissen, wohin die Reise geht. Eine Agenda-Folie allein reicht dafür oft nicht aus. Viel hilfreicher sind sprachliche Wegweiser, die Ihre Zuhörer sicher durch die Präsentation führen.

Naheliegend ist es, den nächsten Abschnitt mit Formulierungen wie „Komme ich zu meinem nächsten Punkt …“ oder „Okay, nächste Folie …“ einzuleiten. Doch wie hilfreich sind solche Übergänge wirklich?

Oft wirken sie abrupt. Der Themenwechsel erscheint unvermittelt und kann Zuhörer aus der Spur bringen. Besonders anstrengend wird es, wenn ein Folienwechsel lediglich mit einem floskelhaften „Jaah …“ oder „Okay“ markiert wird – und dann zack: nächste Folie.

Damit Sie Ihre Zuhörer auf dem Weg zum Ziel nicht verlieren:

1. Erst überleiten – dann die Folie wechseln

Ihre Argumentation wirkt schlüssiger, wenn Sie den überleitenden Gedanken zuerst formulieren und erst danach die nächste Folie zeigen.

Beispiel:

„Wie wir eben sehen konnten, lassen die Zahlen keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Ursache A und Folge B erkennen. Berücksichtigen wir allerdings zusätzlich die Situation C, ergibt sich ein völlig anderes Bild …“

Dann erst folgt der Folienwechsel.

So können Ihre Zuhörer den Gedankengang nachvollziehen, bevor neue Informationen erscheinen.

2. Überleitungen als Spannungsaufbau nutzen

Fragen laden zum Mitdenken ein. Nutzen Sie Übergänge, um Neugier zu erzeugen und Spannung aufzubauen.

Beispiel:

„Welche Ergebnisse konnten wir im ersten Quartal in der Region Süd erzielen? Die Resultate werden Sie überraschen. Schauen wir uns zunächst die Zahlen der einzelnen Niederlassungen an.“

Dann erst die Folie wechseln.

Solche Überleitungen schaffen Dramaturgie und erhöhen die Aufmerksamkeit.

3. Das Ende klar ankündigen

Auch wenn einzelne Punkte vielleicht nicht vollständig angekommen sind: Beim Fazit hören Ihre Zuhörer wieder besonders aufmerksam zu. Genau deshalb sollte das Ende klar angekündigt werden.

Beispiele:

„Zum Schluss bleibt die Frage: Was bedeutet das konkret für Sie? Unsere Empfehlung lautet …“

oder

„Ich komme damit zum Ende meiner Präsentation. Ausgehend von der ursprünglichen Fragestellung lassen sich drei zentrale Erkenntnisse zusammenfassen …“

Eine klare Schlussankündigung signalisiert Orientierung – und lenkt den Fokus auf Ihre Kernbotschaft.

Tipp PUNKTGENAUIhre Zuhörer brauchen Orientierung nicht nur am Anfang, sondern während der gesamten Präsentation. Setzen Sie deshalb sprachliche Wegweiser und Hinweisschilder ein. Formulierungen, die Übergänge ankündigen, erleichtern das Folgen und regen gleichzeitig zum Mitdenken an. Besonders wirkungsvoll sind Fragen: Sie schaffen Spannung, fördern Aufmerksamkeit und geben Ihrer Präsentation eine klare Dramaturgie.